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Wann Kunden gerne Daten teilen - die Generationenstudie

Ver├Âffentlicht am 09.02.2015

Marketing-Themen: Analysen, B2C-Marketing, Community, Forschung, Gender-Marketing, Studien, Zielgruppen, Umfragen

Wann Kunden gerne Daten teilen - die Generationenstudie

Wann Kunden gerne Daten teilen - die Generationenstudie - ┬ę Sylvain Bilodeau - Fotolia.com

Kostenloser Content gegen Kundendaten - das ist der Deal im Social-Media-Marketing. Doch was ist dabei zu beachten? Ticken alle User gleich oder ver├Ąndert sich das Verhalten der Zielgruppen mit den Jahren? Eine neue Studie von Deloitte gibt interessante Einblicke.

Man geht als Marketing-Mensch ja mit der Zeit - wenn das noch reicht, denn die rast mittlerweile. Das Internet sch├╝ttelt das Such- und Konsum-Verhalten der Menschen innerhalb weniger Jahre so kr├Ąftig durch wie fr├╝her h├Âchstens die Erfindung des Obst- und Gem├╝semarktes im alten Athen.

Selbst der letzte Fachmann in Sachen Werbung und ├ľffentlichkeitsarbeit hat l├Ąngst begriffen, dass da nur Wissensmehrung ├╝ber die Kunden weiterhilft, um am Ball zu bleiben. Das Internet mit seinen vielen Sozialen Medien gibt da einige Tools zur Hand. Und doch h├Ąngt die Fangaktion im Datenmeer allein davon ab, ob die Fische auch freiwillig hinter ihren Korallen hervorkommen.

Der gl├Ąserne Kunde ist ungern nackt

Die erste Studie des Wirtschaftspr├╝fers und Unternehmensberaters "Deloitte" mit dem schicken Titel "Datenland Deutschland ÔÇô Die Transparenzl├╝cke" hatte gezeigt, dass das Vertrauen gerade der deutschen Konsumenten in den Umgang mit Kundendaten durch Unternehmen erschreckend niedrig ist. Die Experten folgerten daraus, dass man dieses Misstrauen nur ├╝ber einen h├Âheren Grad an Transparenz schlie├čen k├Ânne. "Doch gilt das auch f├╝r die junge Generation?" fragten sich da viele. "Die Kids scheren sich doch einen Sch... um Datenschutz und teilen hemmungslos Daten untereinander auf Facebook oder WhatsApp". 

In der aktuellen Fortsetzung der Studie (Titel: "Die Generationenl├╝cke") wurden nun Bereiche identifiziert, in denen das Onlineverhalten der so genannten "Generation Y" (15-30) hinsichtlich des Umgangs mit ihren pers├Ânlichen Daten deutlich von dem der ├älteren abweicht. Die unterscheidet man ├╝brigens in "Generation X" (30-45), "Baby Boomer" (45-60) und "Silent Generation" (60+). Silversurfer sind also quasi scheintot.

40+ : Dahoam is halt dahoam - auch digital

Laut der Studie werden von den Usern zwischen 15 und 30 Jahren Sicherheits- und Datenschutzhinweise eher selten gelesen. Auch ist ihr offensichtliches Vertrauen in Unternehmen und Beh├Ârden grenzenlos - ob die Firma deutsch ist oder nicht, ist egal. Man denkt schlie├člich global. Die "Generation X" und noch ├Ąltere Surfer f├╝hlen sich daheim irgendwie noch wohler. Die Telekom ist also eine von uns - O2 eher nicht.

- 30 : Zeigst Du mir Deins, zeig ich Dir meins

Die "Generation Y" lebe auch komplett in einer "Share Economy". Man zeigt allen, was man gerade tut und denkt - und bei den vielen Accounts und Kan├Ąlen, die man so unterh├Ąlt, hinterl├Ąsst man davon auch gerne Spuren. Vor allem aber scheint der Grundsatz verinnerlicht worden zu sein, dass nur der Tod umsonst ist. Bekomme ich was von einem Unternehmen, verrate ich ihm auch, wie alt ich bin, wo ich lebe, was ich mag und was ich gerne kaufe. Die ├Ąlteren Generationen dagegen lassen sich dagegen nur sehr ungern auf einen solchen Kuhhandel ein. 

Was bedeutet das f├╝r Ihre n├Ąchste Kundendaten-Fangaktion? Ganz einfach:

1. Junge Kunden angelt man mit fetten K├Âdern

F├╝r junge Menschen ist das Teilen von pers├Ânlichen Daten und Informationen v├Âllig normal. Es ist f├╝r sie daher nur ein unwesentlicher Schritt, ihre pers├Ânlichen Daten mit Ihrem Unternehmen zu teilen. Darauf sollten Sie Ihre Strategie aufbauen. Denn egal, wer Ihre Produkte und Dienstleistungen gerade kauft, die Jugend ist Ihr Klientel von Morgen. Allerdings unterliegt das Teilen von Daten f├╝r sie einer knallharten Kosten-Nutzen-Kalkulation. Unternehmen m├╝ssen schon mit ordentlichen Rabatten oder sonstigen Bonbons, wie kostenlosem Versand und Personalisierungen der Ware um die Ecke kommen. 

2. Ältere Kunden bestehen auf Krawatte - auch datentechnisch

├ältere Generationen kann man damit ungleich schwerer packen. Sie verf├╝gen ├╝ber mehr Geld und haben "Bonbons" nicht n├Âtig. Diese Kunden haben dagegen ein sehr viel ausgebildeteres Sicherheitsbed├╝rfnis in Bezug auf ihre pers├Ânlichen Daten. Sie trauen, wenn ├╝berhaupt, nur einer kleinen Gruppe von Unternehmen. Wer dazu geh├Âren will, der muss am besten h├Ąufig auf seinen transparenten Umgang mit Daten hinweisen. Wenn die Sparkasse regelm├Ą├čig vor Trojanern warnen w├╝rde und darauf hinweist, dass sie niemals bestimmte Daten online anfordern w├╝rden, dann gibt mir das ein gutes Gef├╝hl. Nat├╝rlich wirkt auch hier der Gesamteindruck der Firma. Apple hatte es durch die radikale Authentizit├Ąts-Strategie von Steve Jobs laut Umfragen von Anfang an geschafft, seri├Âser und vertrauensw├╝rdiger r├╝berzukommen, als Microsoft oder Google. Da hilft also nur Krawatte umbinden oder Hose runterlassen (aber bitte nicht beides gleichzeitig!).

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