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Welche Google-Dienste das Zeitliche segneten

Veröffentlicht am 05.08.2013

Marketing-Themen: Google, Produktmanagement, Apps, Dienstleistungen, KreativitÀt, Neue Medien, Produktmarketing, Software

Welche Google-Dienste das Zeitliche segneten

Welche Google-Dienste das Zeitliche segneten - © wordstream.com

Keiner geht gern zu Beerdigungen, dennoch sollte man auf der Infografik „Google Graveyard" gewesen sein, um sich zu vergegenwĂ€rtigen, welche Erfindungen das Unternehmen in den letzten Jahren schon unter die Erde gebracht hat.

In „Die Abenteuer des Tom Sawyer“ gilt ein Gang ĂŒber einen Friedhof als Mutprobe. Denn allerlei unheimliche Dinge können an solch einem Ort passieren. Selbst viele Erwachsene meiden den Platz der Trauer gerne, schließlich wird beim Besuch eines Friedhofes bewusst, dass einiges auf immer und ewig in einer anderen Welt verloren bleibt. Diesen Gedanken aufgreifend, erstellte das nordamerikanische Unternehmen Wordstream eine geistergeschmĂŒckte Infografik und setzte all den mehr oder weniger großartigen, aber vergangenen Ideen von Google auf dem „Google Graveyard“ Grabsteine. 

Von Google Answer bis Google Reader

Unternimmt man einen virtuellen Spaziergang auf der RuhestĂ€tte, gerĂ€t man angesichts der Menge von toten Google-Diensten ins Erstaunen. Die britische Tageszeitung The Guardian ermittelte, dass ein Google-Tool mit einer durchschnittlichen Lebenserwartung von vier Jahren auf die Welt kommt. Der Google Reader ist mit seinen acht Jahren daher ein echter Senior. Doch wie wir wissen, ist nun auch der Reader am achten Juli dieses Jahres zu Grabe getragen worden und die Nutzer mussten, wie schon so oft, schnell ihre Daten in Sicherheit bringen und sich zukĂŒnftig an eine der vielen Alternativen gewöhnen.

Die Liste der DenkmĂ€ler ist einerseits so lang, weil nicht jedes Projekt von Erfolg gekrönt war und der Kunde andererseits stetig zu einem neuen Kauf angeregt werden soll. Manches Mal ist die Software jedoch auch der Aktualisierung mĂŒde geworden und muss dem Zweck dienlich einfach durch etwas Frisches ersetzt werden.

Die Experimentierfreude von Google in allen Ehren, doch dem User wird der Alltag hĂ€ufig dadurch schwer gemacht. Denn ein Wechsel von Diensten ist nicht selten mit gehörigem Aufwand verbunden. Schon mehr als einmal fĂŒhrte dies zu Aufregung in der Vergangenheit. Als Google Wave zum Beispiel aus dem Verkehr gezogen werden sollte, braute sich unter den Nutzern derart viel Widerstand zusammen, dass eine 50.000 menschenstarke Initiative, namens „Save Google Wave“, ins Leben gerufen wurde. Doch der Konzern blieb sich treu und stampfte den Dienst ein. Eine gern genommene ErklĂ€rung von offizieller Seite lautete: Ressourcen mĂŒssen eingespart werden, um sich auf wenige Kernprodukte zu fokussieren.

Was in Erinnerung bleibt

Liest man sich die Produktnamen durch, taucht nicht bei jedem sofort ein Bild vor dem inneren Auge auf. Oder haben Sie schon mal von Google Lively oder Aardvark gehört? DafĂŒr wird man andere Dienste wie Gmail oder Google Docs wahrscheinlich nie vergessen. Unter die letzte Kategorie fĂ€llt zum Beispiel auch Google Zeitgeist. Es war das erste Programm, auf dem man eine Listung der meist gesuchten Begriffe fand. Heute heißt der Dienst vorerst Google Trends und bietet lĂ€nderspezifische AufschlĂŒsselungen und Darstellungen fĂŒr jedes erdenkliche Schlagwort. Ebenso prĂ€sent bleibt sicherlich Google Labs, ein Werkzeug, um das Feedback anderer bezĂŒglich Projekten, die noch in den Kinderschuhen steckten, zu erhalten. Gleicherweise ĂŒberlebte Google Health trotz des vielversprechenden Namens nicht allzu lange. Das Konzept, dass Menschen ihre personenbezogenen Daten ĂŒber ihr Sportverhalten bzw. ihren Körper speichern und verwenden können, ging scheinbar nicht auf.

In der Vergangenheit schwelgen

Wer selbst einen genauen Blick auf die populÀrsten Google-Dienste der letzten sieben Jahre, die nun in Frieden Ruhen, werfen möchte, schaut hier:

(Quelle: wordstream.com)

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