###BONUS###

Warum Work-Life-Balance-Maßnahmen auch für Unternehmer wichtig sind

Veröffentlicht am 24.02.2012

Marketing-Themen: Personalmanagement, Zeitmanagement, Demographie, Freelancer, Marketing-Ideen

Die Work-Life-Balance bewahrt das Gleichgewicht zwischen beruflichem und privatem Leben.

Eine gute Work-Life-Balance sichert das Gleichgewicht zwischen Arbeit, Privatleben und Gesundheit aller Mitarbeiter - und hilft dem Unternehmen. - © olly - Fotolia.com

Die Work-Life-Balance sichert nicht nur das individuelle Gleichgewicht zwischen Arbeit, Privatleben und Gesundheit. Sondern auch den Unternehmenserfolg.

Haben Sie sich schon einmal Gedanken darüber gemacht, wie es um die Work-Life-Balance Ihrer Mitarbeiter bestellt ist? Nein? Dann sollten Sie das dringend nachholen. Denn mit  der Implementierung zeitgemäßer Work-Life-Balance-Maßnahmen in Ihren unternehmerischen Alltag stellen Sie sicher, auf die sich stetig ändernden betrieblichen Anforderungen angemessen reagieren zu können.

Seien es Arbeitszeitmodelle, die Organisation Ihres Unternehmens, Ihres Alltags als Freiberufler oder Leistungen im Rahmen der Gesundheitsvorsorge: Ein integriertes Work-Life-Balance-Konzept kann Ihnen durch mehr Handlungsfähigkeit und Anpassungsfähigkeit einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil sichern.

Work-Life-Balance: Was nützt es, wenn sie stimmt?


Konkret können Work-Life-Balance-Maßnahmen bedeuten, dass Sie:

  • flexibler auf die Wünsche Ihrer Belegschaft hinsichtlich bestehender Arbeitszeitmodelle reagieren können,

  • bei Bedarf den Arbeitsort an die Wünsche der Belegschaft anpassen (Home-/Remote-Office, Telearbeit)

  • in Kooperation zum Beispiel mit Krankenkassen einen gesundheitspräventive Maßnahmenkatalog erstellen oder entsprechende Workshops besuchen,

  • generell durch mehr Flexibilität die Vereinbarkeit von Beruf und Familie für Ihre Mitarbeiter verbessern.


Insgesamt macht eine ausgewogene Work-Life-Balance Ihr Unternehmen für Ihre Angestellten attraktiver und trägt so indirekt zu einem positiveren Image bei Ihren Kunden und Geschäftspartnern bei.  Außerdem steigt damit auch die Attraktivität Ihres Unternehmens für eventuelle Kapitalgeber (Mitgesellschafter, Venturer, etc.). Im Hinblick auf den demografischen Wandel und die weitere Globalisierung, Digitalisierung und Entkopplung der Arbeit von festgelegten Orten, sind Flexibilität und Anpassungsfähigkeit Grundvoraussetzungen, um im Wettbewerb bestehen zu können.

Work-Life-Balance: Eine Investition, die sich auszahlt


Die Ausrichtung Ihres Unternehmens auf Work-Life-Balance-Gesichtspunkte zahlt sich für Sie aus. So strahlen Bemühungen, Ihr Unternehmen auf jeder Ebene an die sich ändernden Arbeitsmarkt- und Arbeitsplatzbedingungen anzupassen, positiv nach innen wie nach außen. Mitarbeiter werden produktiver, weil flexible Arbeitszeiten und die Schaffung angemessener Freiräume am Arbeitsplatz Fehlzeiten minimieren. Die Mitarbeiter werden außerdem motiviert, wenn Sie Ihnen entsprechende Anreize (Arbeitszeitkonto auf Vertrauensbasis, Gleitzeit, Sonderregelungen bei Mehrarbeit, Incentives) für gute Leistungen anbieten.

Ebenso wichtig ist im Sinne einer modernen Work-Life-Balance der Faktor „Lebenslanges Lernen“. Sei es im Sinne neuer Programme, Anwendungen, neuer Richtlinien oder rechtlicher Bestimmungen: Alle Arbeitnehmer und Arbeitgeber müssen täglich dazulernen – im Büro, im Betrieb und zu Hause. Schaffen Sie Anreize dafür, indem Sie beispielsweise einen Social-Media-Marketing-Workshop anbieten, in dem Ihre Mitarbeiter auch Dinge für den privaten Gebrauch von Facebook, Twitter und Co. erlernen können.

Auch die altersgerechte Gestaltung des Arbeitsplatzes hilft, Stress zu vermindern und den Krankenstand in Ihrem Unternehmen zu reduzieren. Wenn von Unternehmerseite die Rahmenbedingungen für die Vereinbarkeit von Beruf, Familie, Gesundheit, Spaß an der Arbeit, Motivation gegeben – also Fördern und Fordern im Gleichgewicht sind –, wird sich auch die Personalfluktuation verringern. Entfallende Einarbeitungszeiten wiederum sparen Ressourcen. Und mit der Einführung von Paten- und Mentorenprogrammen (wobei erfahrene Arbeitnehmer jüngere Arbeitnehmer ins Unternehmen einführen) tragen Ihre Work-Life-Balance-Maßnahmen dem demografischen Wandel Rechnung.

Work-Life-Balance aus Arbeitnehmersicht


Auch für Arbeitnehmer ist eine ausgewogene Work-Life-Balance erstrebenswert – wenngleich dies Ihrerseits größere Flexibilität, Mobilität und Innovationsfreude erfordert. Denn Arbeitnehmer müssen sich darauf einlassen wollen, jeden Tag bis zum Ende ihres Beschäftigungsverhältnisses neue Dinge zu lernen und komplexere Arbeitsmodelle zu akzeptieren. Machen Sie es ihnen deshalb leicht, sich auf bisher Unbekanntes einzustellen - und das Beste aus den Freiräumen zu machen, für sich und das Unternehmen.

Die Aufteilung der wöchentlichen Arbeitszeit beispielsweise in eine Präsenz- und Telearbeitsphase bedingt auch eine Umstellung der privaten Lebensverhältnisse. Sei es auch nur ein Heimarbeitsplatz, der eingerichtet werden muss oder aber die Auseinandersetzung mit den technischen Besonderheiten eines Remote-Zugriffs auf den firmeneigenen Server, etc.: Die Anforderungen sind vielfältig und gegenseitig.

Work-Life-Balance: Vorzüge auch gegen Widerstände schmackhaft machen


Wir kennen Sie alle, die Personen, die etwas „immer schon so“ gemacht haben und Neuerungen mit Bedrohung gleichsetzen. Jeder von uns hat etwas in sich, das einmal Gelerntes bewahren und sich vor zu viel neuem Input schützen will. Doch wie soll man mit Verweigerern umgehen?

Motivation ist alles: Es gilt, die Vorzüge aufzuzeigen, die sich für jeden durch Work-Life-Balance-Maßnahmen ergeben. Legen Sie den Schwerpunkt auf die positiven Veränderungen, dann fällt das Loslassen womöglich leichter.

Bewusst Abschied nehmen:
Zum Abschied von alten Mustern gehört es, die Übergangsphase bewusst anzugehen. Kommunizieren Sie Beginn und Ende der Übergangsphase. Begleiten Sie den Prozess in jeder Phase (regelmäßiger Erfahrungsaustausch, Corporate Blog, Mitarbeiterzeitschrift, Intranet, Newsletter).

Suchen Sie Verbündete:
Gehen Sie aktiv auf die Suche nach positiven Testimonials. Lassen Sie die Skeptiker von Kolleginnen und Kollegen überzeugen.

Dokumentieren Sie Erfolge:
Halten Sie alle Erfolge bei der Einführung von Work-Life-Balance-Maßnahmen im Unternehmen fest und publizieren Sie sie über Ihre Corporate Media (Mitarbeiterzeitung, Intranet etc.). Zeigen Sie beispielsweise, dass seit Einführung der Work-Life-Balance die Produktivität gestiegen, Fehlzeiten zurückgegangen und neue Investoren gefunden wurden (oder auch Auszeichnungen, Zertifizierungen etc. erreicht worden sind).

Work-Life-Balance: Auch für Selbstständige und Freiberufler ein Thema


Auch Einzelkämpfer müssen sich bisweilen ausruhen, stärken und neu aufstellen können. In diesem Sinne eignet sich eine auf die individuellen Bedürfnisse zugeschnittene Work-Life-Balance auch für Freiberufler und Selbstständige. Schließlich gilt es auch hier, den Arbeitstag produktiv zu gestalten und nachhaltig zu strukturieren.

Dies kann ganz banal mit der Anschaffung ergonomischer Büromöbel beginnen und bis zu einem in Eigenregie geführten Zeitkonto reichen. Die Motivation kann darin liegen, sich beim Erreichen einer bestimmten Anzahl von Wochenstunden ganz spontan einen Tag freizunehmen.

Auch (relativ) feste Arbeitszeiten oder das Eingehen einer Bürogemeinschaft können zur besseren Balance zwischen Privat- und Arbeitsleben führen, weil damit der Wohn- vom Lebensraum physisch getrennt wird. Sogar der Entschluss, die B- und C-Kunden aus Ihrem Portfolio zu verbannen und sich verstärkt auf A-Kunden zu konzentrieren, kann zu einer ausgewogenen Work-Life-Balance beitragen.

Natürlich gehört das lebenslange Lernen auch zur Work-Life-Balance von Freiberuflern und Selbstständigen. Insofern sollten Sie das Notwendige mit dem Angenehmen verbinden, indem Sie sich neben „obligatorischen" Fort- und Weiterbildungen auch solche gönnen, die einfach Spaß machen und dennoch einen Bezug zu Ihrem Gewerbe, Geschäft oder Beruf haben.

Erstellen Sie für sich einen eigenen Bildungskatalog. Setzen Sie sich ein maximales Pensum an Fort- und Weiterbildungen, Messen, Workshops, Webinaren, etc. Unterteilen Sie dies in Pflicht, Kür und Spaß. Teilen Sie sich Ihre Zeit entsprechend auf, indem Sie das Schwergewicht (also beispielsweise 45% Pflichtveranstaltungen, 45% Kür, 10% Spaß) auf das Notwendige legen.

Messen Sie außerdem regelmäßig das Ergebnis Ihrer Work-Life-Balance:

  • Wie fühlen Sie sich im Vergleich zu vorher?

  • Ist Ihr Umsatz gestiegen?

  • Haben Sie neue Kunden gewonnen?
     
Übermittlung Ihrer Stimme...
Durchschnittliche Bewertung
Bewertungen