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Neue Geschäftsidee startet durch: Bezahlung per Tweet

Veröffentlicht am 20.03.2012

Marketing-Themen: Virales Marketing, Marketingstrategie, Twitter, Facebook, E-Books

Paywithatweet definiert virales Marketing neu und sorgt für Wirbel und kostenlose Verbreitung.

Paywithatweet ist eine neue, geniale Geschäftsidee, die das virale Marketing neu definiert. - © JERMVUT KITCHAICHANK - Fotolia.com

Paywithatweet: Bezahlen Sie einfach mit einem Tweet oder einem Facebook-Post für den Zugriff auf Medien aller Art und sorgen so für virale Verbreitung.

Die Idee ist genial, und wie so mancher Geistesblitz entstammt sie aus einer Notlage: Zwei Werber schreiben ein E-Book über die Schwierigkeiten und Chancen, sich und sein Produkt im Internet bekannt zu machen und stehen vor der Frage, wie sie ihrem Werk zu mehr Aufmerksamkeit verhelfen können. Ihre Idee: Sie stellen das E-Book zum kostenlosen Download ins Netz unter der Bedingung, dass man dafür mit einem Tweet „bezahlt“.

Gesagt, getan, ein befreundeter Entwickler half den beiden Autoren Leif Abraham und Christian Behrendt bei der Entwicklung des dazugehörigen Apps und Paywithatweet war geboren. Nur wer all seinen Followern mitteilte, dass es das Buch kostenlos im Netz gab, durfte es auch herunterladen. Der Schneeballeffekt übertraf die kühnsten Erwartungen, innerhalb von nur drei Tagen wurde das E-Book 13.000 mal heruntergeladen, in den folgenden acht Wochen kamen 100.000 hinzu. Auch der entsprechende Fachbegriff wurde schnell gefunden: „Forced Viral“, also etwa „erzwungene Weiterverbreitung“ oder „erzwungenes virales Marketing“.

Paywithatweet: Eine Erfolgsstory von und für Freigiebige und Großzügige?


Jein. Man muss es sich leisten können, den Content ohne monetäre Gegenleistung abgeben zu können. Und man muss die „Währung Aufmerksamkeit“ zu schätzen wissen und darauf spekulieren, später aus der gewonnen Aufmerksamkeit den gewünschten Gewinn zu erzielen. Die Verwendung von Paywithatweet ist denkbar einfach: Wer etwas anzubieten hat, meldet sich kostenlos an und gibt auch die URL und den Link zur eigenen Homepage an, unter der der Inhalt zum Download abrufbar ist. Die Download-URL ist für interessierte Nutzer erst sichtbar, wenn man den Beitrag per Twitter oder Facebook weiterverbreitet hat. Neben Twitter ist seit einiger Zeit auch Facebook als Verbreitungskanal im Angebot.

„Mer muß och jönne könne“


So sagt man in Köln, und meint, dass man auch mal was gönnen können muss. Das könnte man als Motto für Paywithatweet so stehen lassen, und das Kölner Hotel Domspitzen hat sich den Spruch schon zu Herzen genommen. Dort wird jeder Tweet mit einem Glas Kölsch belohnt.
Doch auch Anbieter von E-Books und Bands, die ihre Alben auf iTunes promoten wollen bieten Inhalte gegen Tweets an und nutzen die Chancen von Forced Viral.

Wird ein Tweet oder ein Facebook-Post die neue Währung für virtuelle Güter?


Paywithatweet wird sicherlich eher ein Nischenpublikum ansprechen, denn man erhält für die Inhalte, die man kostenlos zur Verfügung stellt, nichts mehr als Aufmerksamkeit und Bekanntheit. Aber auch nicht weniger! Wer schnell und zudem kostenlos seinem Produkt einen viralen Anschubser geben möchte, für den ist diese neue Art des Bezahlens eine tolle Idee und Forced Viral ein unkomplizierter Promotion-Kanal.

Übrigens: Man kann das Buch der beiden Autoren mit dem schönen Titel „Oh My God What Happened And What Should I Do?“ auch in der gedruckten Version käuflich erwerben.
 

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