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Facebook verstärkt Sanktionen gegen Fan-Kauf

Veröffentlicht am 04.11.2013

Marketing-Themen: Facebook, Social-Media-Marketing, Recht, Kunden gewinnen

Facebook verstärkt Sanktionen gegen Fankauf

Facebook verstärkt Sanktionen gegen Fankauf - © Stauke - Fotolia.com

Facebook verstärkt Sanktionen gegen Betreiber von Fanseiten mit gekauften Facebook-Fans. Fankauf? Nicht gut. Und noch etwas ist nicht gut.

Facebook reagiert mittlerweile mit verschärften Sanktionen auf Fanseiten mit gekauften Fans. Die Sanktionen reichen bis zur Deaktivierung der Seite. Das berichtete jüngst der inoffizielle Facebook-Blog Allfacebook. Facebooks Vorgehen versorgt die entschiedenen Gegner gekaufter Fans in der Diskussion, die in der Vergangenheit durchaus kontrovers geführt wurde, mit neuen Argumenten. Facebook-Fans kaufen? Nicht gut! Zugleich sollte man sich aber auch davor hüten, vorschnell zu behaupten, jemand habe für seine Fanseite Facebook-Fans gekauft. Das kann schnell einmal zu einer einstweiligen Verfügung führen.  

Gekaufte Fans machen Facebook böse!

Facebook droht nicht mehr nur mit dem Entfernen der Fake-Fans, wenn das Unternehmen vom Kauf von Facebook-Fans erfährt, sondern etwa mit dem Blockieren des Like-Buttons einer betroffenen Fanseite, schreibt Allfacebook am 30. Oktober 2013. Je nach Art des konkreten Falls geht Facebook auch noch einen Schritt weiter und sperrt oder deaktiviert die gesamte Fanseite. Facebook nennt solche Sanktionen Seitenlimits und schreibt selbst dazu: 

Beispielsweise kann es sein, dass deine Seite aufgrund von Spam-Aktivitäten nicht mehr veröffentlicht wird, oder dass die „Gefällt mir“-Schaltfläche aufgrund von inhaltslosem Sammeln von „Gefällt mir“-Markierungen deaktiviert wird. (Quelle: Facebook

Etwas weiter unten im Text heißt es zur Frage: „Kann ich 'Gefällt mir'-Markierungen für meine Facebook-Seite kaufen?“: „Nein […] Wenn das Spam-System von Facebook feststellt, dass Deine Seite in Verbindung mit dieser Art von Aktivitäten steht, werden Limits für Deine Seite eingerichtet, um weitere Verstöße gegen unsere Erklärung der Rechte und Pflichten zu verhindern.“

Solche Limits können temporär oder permanent gesetzt werden. Damit hat sich Facebook nochmals klar in einer Diskussion positioniert, die auch den marketingfish und seine Leser in der Vergangenheit immer wieder bewegt hat ("Social Media-Fans als Ware", "Das Geschäft mit den Facebook-Fans", "Kauf von Facebook-Fans ist Blender-Marketing"). Argumente, die nicht gleich fadenscheinig wirkten, gab es dabei von Befürwortern wie Gegnern. Die Entscheidung für seriöse Fanseiten-Betreiber dürfte aber jetzt endgültig klar sein: Facebook-Fans kaufen? Nicht gut!

Vorschnelle Beschuldigungen? Auch nicht gut!

Ebenso wenig gut wie der Kauf von Facebook-Fans ist eine vorschnelle Beschuldigung, ein Fanseiten-Betreiber habe seine Facebook-Fans oder einen Teil von ihnen gekauft. Solch eine Unterstellung kann per einstweiliger Verfügung untersagt werden. Das hat das Oberlandesgericht Frankfurt am Main am 25. April 2013 in einem Fall entschieden, der unter anderem auf Kostenlose-urteile.de dokumentiert wurde. 

Konkret ging es um einen indirekt geäußerten Verdacht, die Betreiberin einer Facebook-Fanpage habe für ihre Seite Facebook-Fans gekauft. Das Landgericht Frankfurt am Main hatte den Antrag auf einstweilige Verfügung gegen diese Behauptung noch zurückgewiesen, da sie aus Sicht des Gerichts vom Recht auf freie Meinungsäußerung gedeckt sei. Das Oberlandesgericht hatte dieser Ansicht anschließend widersprochen. Zugang zu weiteren und ausführlichen Dokumentationen des konkreten Falls bietet die Seite Dejure.org.

Fazit

a) Finger weg von Angeboten, Facebook-Fans zu kaufen. 

b) Wer jemanden verdächtigt, sollte Beweise liefern können, auch, wenn es um gekaufte Facebook-Fans geht.

 

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