###BONUS###

Aktuelle BITKOM-Studie: Die Hälfte der deutschen Unternehmen setzt auf Social Media. Schon oder erst?

Veröffentlicht am 09.05.2012

Marketing-Themen: Studien, Social-Media-Marketing

BITKOM-Studie zur Nutzung von Social Media in deutschen Unternehmen

BITKOM-Studie zur Nutzung von Social Media in deutschen Unternehmen - © BITKOM

Halb voll oder halb leer? Kommt auf die Sichtweise an: Immerhin oder nur die Hälfte der deutschen Unternehmen setzt auf den Einsatz von Social Media. Luft nach oben? Absolut!


Sie können sich die Überschrift je nach Sichtweise und Einschätzung selber basteln, denn eine ultimative Bewertung der Studie kann es nicht geben: Sind es „erst“ oder „schon“ die Hälfte aller deutschen Unternehmen, die in ihrem Marketingmix und Kommunikationskanälen auch auf soziale Medien setzen? Gibt es eine beeindruckende Zahl von Web 2.0-Verweigerern oder eine imposante Menge an Unternehmen, die den Wert von interaktiver Kommunikation mit dem Kunden über Social Media-Kanäle wie Facebook, Twitter, Blog oder YouTube erkannt haben?

Die Zahlen der repräsentativen Umfrage des Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V., kurz BITKOM (www.bitkom.org), geben einen Eindruck dessen wieder, was in den Chefetagen von dem „neumodischen Spielkram im Internet“ gehalten wird, denn immerhin ist mehr als die Hälfte der Befragten der Meinung, dass man sich mit dieser Thematik nicht näher befassen muss. Nur die Handels-Branche schafft mit 52 Prozent knapp die 50/50-Grenze, das Baugewerbe oder die Industrie sieht weder jetzt noch in Zukunft einen Nutzen in den vielfältigen Möglichkeiten der Kommunikation: Nur jedes dritte Unternehmen aus der Baubranche nutzt Social Media, und klägliche zwei Prozent (im Vergleich: Gesamt 15%, Handel 20%)  denken über eine Ausweitung ihrer Kundenkommunikation auch auf soziale Medien nach.

 

Chance für die kleinen Unternehmen, gegen die Großen bestehen zu können?

Ein Blog, ein Twitter-Account oder eine Facebook-Seite sind schnell eingerichtet. Auf den ersten Blick kostenfrei, aber hoffentlich nicht umsonst. Dass hinter jedem Engagement in sozialen Medien auch Manpower steckt, also Mitarbeiter, die die Nutzer, User, Follower und Fans mit Inhalten versorgen oder deren Fragen, Probleme und Beschwerden bearbeiten, wird manchmal unterschätzt oder aber – was die Studie deutlich zeigt – auch überschätzt. Nur 40 Prozent der Unternehmen, die soziale Medien nutzten, hätten für diese Aufgabe auch einen speziellen Ansprechpartner. Offenbar herrscht auch eine diffuse Angst vor der medialen Öffentlichkeit, in die man mit dem Nutzen sozialer Medien tritt, das zeigen die Ergebnisse der Studie. So wollen die meisten (82 Prozent) der Unternehmen, die sich in Social Media engagieren, ihren Bekanntheitsgrad erhöhen und dadurch neue Kunden gewinnen, aber exakt definierte Ziele sind selten vorhanden. 66 Prozent der befragten Unternehmen gaben an, dass man  eigentlich gar nicht genau wisse, welche Ziele man verfolge, nur 10 Prozent würden Social Media Monitoring betreiben.

Social Media: Was denn nun, und wo und wie?

Man verlässt sich in den Unternehmen auf die klassischen Kanäle: Wenn man schon Social Media betreibt, dann bitte ohne experimentelle Versuchsfelder. Mit 86 Prozent führen soziale Netzwerke die Präsenz in sozialen Medien an, gefolgt von Video-Plattformen mit 28 Prozent. Blogs folgen abgeschlagen mit einem Viertel der Social Media nutzenden Unternehmen.

Fazit: Man kann den deutschen Unternehmen nur raten, keine Scheu vor Offenheit und Transparenz zu haben. Ohne den Einsatz von Social Media wird man in Zukunft schnell ins Hintertreffen geraten, und nicht jede Facebook-Seite generiert automatisch einen Shitstorm. Mut zur Kommunikation wird sicherlich belohnt, ein sozial-mediales Abschotten mittelfristig abgestraft werden.

Die gesamte Studie finden Sie hier:

http://www.bitkom.org/files/documents/Social_Media_in_deutschen_Unternehmen.pdf

Übermittlung Ihrer Stimme...
Durchschnittliche Bewertung
Bewertungen