Kit Kat, der Pedobear und ein echter Bärendienst
Veröffentlicht am 24.07.2012
Marketing-Themen: Krisenmanagement, Feedback, Pressearbeit, Werbeanzeigen, Shitstorm
Kit Kat zeigt einen Trommel-Bären auf Facebook, der für viele wie der Pedobear aussieht. Das war nicht geschickt. Irgendwie so gar nicht!
Wie putzig: Ein Mensch im lustigen Bären-Outfit trommelt auf einem Foto mit zwei Kit Kat-Riegeln auf einem Schlagzeug herum. Dieses eigentlich irgendwie ganz nette Motiv sollte für Nestle Australien auf Facebook ankündigen, dass Kit Kat nun auch auf dem Fotosharing-Dienst Instagram präsent ist. Soweit, so gut! Allerdings hat der Bär eine nicht zu leugnende Ähnlichkeit mit dem Pedobear, der seit Jahren eine zweifelhafte Berühmtheit hat. Der Pedobear – ursprünglich eine Warnung vor Kinderpornographie – gilt heute auch als perverses Maskottchen von Pädophilien. Böse Falle!
„Drum roll please..." – ein Fettnäpfchen
„Drum roll please..." hieß es auf der Facebook-Seite. Auf ihr wurde mit diesen Worten und dem mit Kit Kat-Sticks trommelnden Bären die neue Instagram-Präsenz von Kit Kat gefeiert. Der Trommelwirbel entfachte allerdings nicht die gewünschte Begeisterung, sondern eher Protest. Ein Shitstorm brach los. Die Ähnlichkeit mit dem Pedobear war wohl definitiv zu groß.
Kurzgeschichte vom Pedobear
Die Ursprünge von Pedobear lassen sich bis ins Jahr 2003 zurückverfolgen. Der damals harmlose Bär wurde später auf dem Imageboard 4chan dazu verwendet, Bilder mit jungen Mädchen in verführerischen Posen zu kennzeichnen und denjenigen, der sie eingestellt hat, damit der Pädophilie zu bezichtigen. Pedobear war geboren und er war ursprünglich als Warnung gedacht. (...)
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